Ist es denn wirklich so schwierig, mit ein bisschen mehr Stoff bekleidet ordentlich aus einem Flugzeug zu springen?

Die gute Nachricht: nein, es ist nicht wirklich schwieriger. Allerdings verstärkt eine größere Angriffsfläche dramatisch die Folgen eines suboptimalen Exits. Deswegen ist es umso wichtiger, einen lehrbuchmäßigen, stabilen Exit zu beherrschen. Gerade habe ich ne Weile über die richtige physikalische Formulierung nachgedacht: die Querachse des Körpers muss senkrecht zur Richtung des relativen Windes bleiben. Alles klar?

Nehmen wir der Einfachheit halber mal an, du schaust beim Exit in Flugrichtung und willst auch genau in diese Richtung starten. Wenn du nicht gerade das seltene Glück einer Heckrampe hast, gibt es beim Rausspringen immer einen Zeitpunkt, zu dem sich eine Körperhälfte bereits im Wind befindet, während es sich die andere noch im Flieger gemütlich machen kann. Wenn du nichts dagegen tust, wird dabei die im Wind befindliche Körperseite nach hinten gedrückt. Je mehr Luftwiderstand deine Suit bietet und je schneller das Absetzflugzeug unterwegs ist, desto kräftiger musst du bewusst deine Schulter nach vorne gegen den Wind drücken. Noch mehr Mitdenken ist gefragt, wenn du Teil einer Gruppe bist und du jemandem hinterherspringst. Die Blickrichtung (und ständiger Blickkontakt ist zweifellos wichtig) ist jetzt genau entgegengesetzt zu der Bewegung, die der Rest des Körpers machen soll. Es ist also eine eher unnatürliche Bewegung, die du bewusst am Boden üben solltest, um sie zu konditionieren. weiterlesen →

Das Skills Camp richtet sich an Wingsuit-Piloten, die ihre Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen verbessern möchten.

Jarno ist ein hauptberuflicher und professioneller Wingsuit Pilot, Coach, Wingsuit Designer und Testspringer für Phoenix-Fly. Er wird uns bei unserem Clublager in Saint Dié am 30. und 31.7. (Wochenende) wieder zur Verfügung stehen.
Das Konzept bleibt das bewährte:
Die Teilnehmerzahl wird wieder auf einen Load begrenzt. Wir können dieses mal mit der Cargo Caravan planen und somit 15 Teilnehmerslots vergeben.
Inhaltlich besteht das Camp aus Briefings, max. 6 Sprünge pro Tag, Debriefings und Seminaren bei schlechtem Wetter oder bei Bedarf. Jarno fliegt wieder die Flocking Gruppe und coacht auch wieder zusätzlich die separaten Backfly, Akrobatik und ggf. weiteren Gruppen.

Die Leute hatten richtig Spaß beim ersten Wingsuit Camp mit Jarno bei uns. Deswegen freut es uns um so mehr, dass wir jetzt das zweite für Juli anbieten können.

Mehr Infos und Anmeldung hier: https://www.facebook.com/events/1729323407329217/ weiterlesen →

Diese Frage wird früher oder später wohl jedem Wingsuit-Piloten von seinen nichtspringenden Freunden und Verwandten gestellt. Wohlbekannt sind uns auch Kommentare wie “aber das sind doch diese Verrückten”, “ich hab gelesen, letzte Woche ist dabei erst wieder jemand verunglückt” oder dergleichen.

Doch wie sieht die Realität aus? Ist Wingsuitfliegen tatsächlich gefährlich, und wenn ja, in welchem Maße? Wenn man genauer hinschaut, wird schnell klar, wie schwierig es ist, das Risiko in Zahlen auszudrücken. Beim Würfeln kann ich mit gutem Gewissen behaupten, dass ich mit einer Wahrscheinlichkeit von 16,7% die eins treffen werde. Aber wie will ich das Ergebnis eines Fallschirmsprungs vorhersagen, der von so verschiedenen Faktoren abhängig ist wie Ausbildung, Erfahrungsstand, Sprungort, Wahl der Ausrüstung, körperliche und geistige Verfassung … ?

Wingsuitfliegen ist sehr vielseitig

… manchmal in einem Maße, dass man fast von verschiedenen Sportarten sprechen kann. Eine Statistik, die sowohl den Wochenend-Skydiver als auch die Elite des Proximity-Fliegens umfasst, weil alle zufällig eine Wingsuit anhaben, würde beiden nicht gerecht werden. Der Versuch, eine aussagekräftige Statistik zu erstellen, scheitert schon im Ansatz. Alle, die auf der Suche nach Zahlen sind, muss ich an dieser Stelle also enttäuschen. Wer sich weitere Gedanken zu Gefahrenquellen und Risikomanagement machen möchte, darf gerne weiterlesen.

Ein Wingsuitflug ist immer auch ein Fallschirmsprung

… und eine Tätigkeit, bei der man sich mit derart großer Geschwindigkeit Richtung Erde bewegt, ist nun eben risikoreicher als Schachspielen in einem geschlossenen Gebäude (ich finde Schachspielen durchaus bemerkenswert).

Mehr Komplexität – mehr Risiko

Eine Wingsuit macht den Sprung komplexer. Vor allem die Horizontalbewegung, die bei einem “normalen” Sprung nicht in diesem Maße vorkommt, bedarf besonderer Beachtung. Etwas schwieriger werden auch Absprung und Schirmöffnung.
Beim Proximity-Fliegen stellt natürlich die Nähe zum Objekt ein Risiko dar, das sofort auffällt. Wobei auch das von sehr vielen Faktoren abhängt, die ich mangels eigener Erfahrung nicht abschließend beurteilen möchte. Als kleiner Vorgeschmack: Ist es der erste oder der 100. Sprung an dieser Stelle? Gibt es einen Plan B? Wieviel % seiner maximalen Leistungsfähigkeit muss der Pilot aufbringen, um die geplante Strecke zu fliegen?

Vorteile sind nicht ausgeschlossen

In den meisten Ländern werden mehrere hundert Sprünge Erfahrung vorausgesetzt, um mit dem Wingsuitfliegen beginnen zu können. Also fallen aus der Wingsuit-Statistik einige Unfälle raus, die am Anfang der Springerkarriere durch typische Anfängerfehler passieren.
Die Hauptursache für schwere und tödliche Unfalle beim Fallschirmspringen bleiben Landefehler, meistens mit kleinen, sportlichen Schirmen. Der durchschnittliche Wingsuit-Pilot ist hingegen oft mit eher gutmütigen, etwas größeren Schirmen anzutreffen.
Beim Base-Springen kann eine Wingsuit oder eine Tracking Suit benutzt werden, um einen besonders großen Abstand zum Objekt zu erreichen und so in sicherer Umgebung zu öffnen.

Risikomanagement ist möglich

Minimales Risiko

Stellen wir uns mal einen Springer vor mit langjähriger Erfahrung, gut ausgebildet, er springt eine Wingsuit mit kleiner Flügelfläche und dazu einen gutmütigen, eher großen Schirm an seinem Heimatflugplatz mit riesengroßer Landefläche. Gut ausgeruht verlässt er das Flugzeug alleine durch die Heckrampe bei angenehmen Temperaturen. Natürlich bleibt auch hier ein Restrisiko, wobei es mich nicht überraschen würde, wenn es sogar kleiner ist als bei einem Durchschnitts-Fallschirmsprung ohne Wingsuit.

Maximales Risiko

Werfen wir hingegen mal einen Blick auf seinen 19-jährigen Kumpel, frisch im Sport. Er hat sich gerade bei ebay eine Wingsuit gekauft, zwar etwas größere Flügel, dafür aber genau seine Farben, da konnte er nicht nein sagen. Da er mit seinen 100 Sprüngen an seinem Heimatsprungplatz noch nicht Wingsuitfliegen darf, fährt er direkt in die Berge und läuft dort einfach den anderen Springern hinterher. Oben angekommen, beschleicht ihn das gleiche ungute Gefühl, dass du vermutlich gerade beim Lesen bekommst, und er überlegt es sich anders … vielleicht ist Wingsuitfliegen nämlich noch gefährlich. weiterlesen →

Fallschirmsprung

Jeder Sprung, der mit einem gepackten bzw. nicht vollständig geöffneten Schirm beginnt, eine mehr oder weniger lange Freifallphase beinhaltet und mit einer Landung am geöffneten Schirm endet.

Skydive

Ein Fallschirmsprung aus einem Luftfahrzeug, in der Regel einem Flugzeug, seltener einem Helikopter, Heißluftballon oder Ähnlichem. Leider gibt es im Deutschen kein adäquates Wort dafür, dass zwischen einem Fallschirmsprung im Allgemeinen und einem Fallschirmsprung im Sinne von Nicht-Base-Sprung unterscheidet.

Base-Sprung

Ein Fallschirmsprung von einem festen Objekt. Das Akronym B.A.S.E. steht dabei für Building (Gebäude), Antenna (Antennen, Sendemasten), Span (Brücken) und Earth (Felsen).

Wingsuit-Flug

Ein Fallschirmsprung (meistens ein Skydive, seltener ein Base-Sprung), bei dem der Springer zusätzlich mit einer Wingsuit bekleidet ist.

Proximity-Flug

Konturenflug in unmittelbarer Nähe zum Gelände. Ein Proximity-Flug kann ein Base-Sprung sein, aber genauso gut auch ein Skydive, wenn z.B. aus einem Helikopter gestartet wird. Wir kennen natürlich die Youtube-Quote, die den Eindruck vermittelt, Wingsuitfliegen wäre quasi nur im Gelände möglich. Die Realität ist deutlich banaler: die allermeisten Wingsuitflüge finden in großer Entfernung von irgendwelchen festen Objekten statt. weiterlesen →

Im Mai gibt es gleich mehrere Termine für Wingsuit-Einweisungen und Loadorganizing mit Sandro. In Calw trefft ihr uns vom 16.-18.05.

weitere Infos zum Wingsuit-Event in Calw

In Bruchsal könnt ihr vom 23.-25.05. mit uns fliegen.

weitere Infos zum Wingsuit-Event in Bruchsal weiterlesen →

Exklusiver Workshop am 29. und 30. Mai mit Jarno für einen kleinen Teilnehmerkreis von max. 12 Personen für 95,- Eur pro Person.

Wenn du teilnehmen willst, schreibe eine email an Sandro. Es gibt nur noch sehr wenige Plätze (Stand 15.02.). Wenn diese vergeben sind, kannst du dich auf die Warteliste setzen lassen und nachrücken, falls es sich jemand doch anders überlegt.

Der Workshop bringt Euch unter professioneller Anleitung von Jarno (2.400+ Wingsuit Sprünge) und Sandro (1.000+ Wingsuit Sprünge) bei Euren Wingsuitzielen weiter. Ihr könnt dabei Eure konkreten Ziele nennen. Jarno und Sandro werden das dann für alle berücksichtigen und die geplanten Sprünge so effektiv wie möglich danach ausrichten.
Jarno kann Dir beim Briefing sein umfangreiches Wissen sehr gut durch seine enorme Coaching Erfahrung vermitteln. In den vier geplanten Sprüngen pro Tag kannst Du dieses Wissen dann praktisch umsetzen und auch Deine Fähigkeiten weiter verfeinern. Sollten die Wetterbedingungen weniger Sprünge zulassen, dann können wir die Gelegenheit nutzen indem wir weiter aus Jarnos großem Erfahrungsschatz schöpfen.
Jarno wird dabei von Sandro unterstützt der auch auf viele Sprünge Wingsuitwissen und Coaching Erfahrung zurückgreifen kann.

Jarno und Sandro werden Ihre Demokombis kostenlos zur Verfügung stellen.

Dieser Workshop in Schweighofen ist die einzige Veranstaltung die Jarno dieses Jahr in Deutschland hat. Ihr müsst also nicht weit reisen um sein Coaching für Euch nutzen zu können.

über Jarno

Jarno ist Testpilot und Mitentwickler bei Phoenix Fly und einer der führenden Innovatoren beim Artistic Wingsuit fliegen. Er war in den letzten Jahren hauptberuflich als Wingsuit LO und Coach international unterwegs. Er hat den internationalen Artistic Wingsuit Wettkampf in’s Leben gerufen und seit 6 Jahre ausgerichtet. 2013 erreichte er mit seinem Team dabei den ersten Platz. Obwohl er eher ein Fan von Akrobatikflügen ist, hat er auch an einigen Performance Wettkämpfen teilgenommen. Dabei belegte er in der offenen Klasse der Benelux Wingsuit Performance Championships 2011 den erste Platz.
Weitere Errungenschaften findest Du hier:
http://flylikebrick.com/media.php

über Sandro

Auch Sandro war bei internationalen Wingsuit Performance und Artistic Wettkämpfen erfolgreich.
Im internationalen Performance Wettkampf in Stupino 2007 erreichte er 2x Bronce in der Lightweight Klasse.
Mit seinem Team Bad Birds Schweighofen behauptete er sich zusammen mit Susanne und Yuri bei den Teilnahmen an den internationalen Artistic Wingsuit Wettkämpfen mit der besten deutschen Platzierung. In Ungarn 2012 war das der vierte Platz in der Gesamtwertung des Wettkampfes. weiterlesen →

In den Bergen von China kämpfen gerade 16 Top-Piloten bei der World Wingsuit League um den Titel. Das Rennen hat einen sehr anspruchsvollen Kurs, inclusive einer Kurve und einer tatsächlichen Ziellinie in Form einer Seilbahn, die zu unterfliegen ist. Das Qualifying wurde zunächst durch schlechtes Wetter behindert, konnte dann aber doch noch stattfinden. Schnellster im Moment ist Julian Boulle. Das Finale ist für Donnerstag geplant.
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Was für ein gigantisches Projekt: beim höchsten Fallschirmsprung aller Zeiten durchbricht Felix Baumgartner die Schallmauer. Ok, leicht off-topic, er hatte dabei keine Wingsuit an. Trotzdem möchte ich dieses Ereignis nicht unerwähnt lassen, hat es uns doch mal wieder die Begeisterung für die Grenzbereiche unseres Sports spüren lassen. Hier könnt ihr nochmal alles genau nachlesen.

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Wie schon im letzten Jahr wurde ich in Haßfurt von zahlreichen gut gelaunten Springern empfangen. Nachdem jeder mit einer Kombi und viel Theorie ausgestattet war, hieß es erst mal geduldig auf das passende Wetter warten. Wie man sieht, hat es sich gelohnt :-) . Wilfried und Bertram konnten doch noch ihren jeweils ersten Wingsuit-Flug machen. Sie nutzten ihre neuen Fähigkeiten für richtig lange Flüge über Haßfurt, und landeten mit einem dicken Grinsen im Gesicht.

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Zum ersten mal beim Deutschland Cup gab es dieses Jahr die Disziplin Wingsuit 2er RW. Aus zehn vorgegebenen Sprüngen wurden fünf gelost. Gefragt waren Arm- und Beingriffe, dazwischen Platzwechsel, Rollen und Saltos.
Leider war das Teilnehmerfeld mit zwei Teams sehr klein. Trotzdem gaben beide Teams alles und zeigten sehr gute Sprünge. Wir (Sandro, Christian und ich) haben uns vom ersten, sehr ausbaufähigen Sprung an immer mehr gesteigert, und sind in den letzten beiden Sprüngen besser als jemals im Training geflogen. Herzlichen Glückwunsch an die Jungs von Southsidebase, die eine tolle Leistung zeigten und verdient den ersten Platz holten. Nächstes Jahr machen wir es euch nicht so einfach ;-) .

 

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