Wingsuit Disziplinen

Es gibt eine Menge Möglichkeiten mit der Wingsuit – die wichtigsten und verbreitesten Disziplinen stellen wir hier vor.

Große Formationen

Die Atmosphäre ist geprägt von Teamgeist wenn man mit anderen Wingsuit-Piloten für eine große Formation trainiert und es ist ein tolles Gefühl am Ende auf dem Video zu sehen, was für ein schönes Muster man an den Himmel gezaubert hat. Das Video zur bisher größten Wingsuit Formation lässt das am Besten nachvollziehen.

Kleine Formationen

In kleinen Formationen ist eher Action angesagt. Hier wechselt man öfter die Positionen, nimmt mal einen Griff oder bindet Akrobatik-Elemente wie das Fliegen auf dem Rücken ein. Als Wettkampf ist es in diesem Video zu sehen:

Acrobatics

Diese Disziplin bezeichnet Flugelemente wie z.B. so ein Rodeo

einen Abschwung für die ultimative Vorwärtsgeschwindigkeit, Rollen, Saltos und Rückenfliegen.

Hier ist sicher am meisten Dynamik drin.

Glide

Mit seiner Körperhaltung das bestmögliche Flügelprofil und dadurch weite Strecken zurückzulegen ist das klassische Ziel des Wingsuitfliegens. Das einzige Instrument das dabei zur Verfügung steht, ist das Gefühl für die Luftströme, die auf die Wingsuit und damit auch auf den Körper wirken. Sie zeigen, wie schnell man fällt und vorwärts fliegt oder welche Bereiche der Wingsuit noch besser eingesetzt werden können.

Diese Disziplin ist oft bei Wettkämpfen wie z.B. bei Wings over Marl anzutreffen. Mit Tracking Derby kann man sich übrigens auch völlig anonym mit anderen messen.

Time

Hier versucht man so lange wie möglich in der Luft zu bleiben. Da man dabei verhältnismäßig langsam vorwärts fliegt, erreicht man im Vergleich zur vorherigen Disziplin eine geringere Distanz. Sie ist aber als Wettkampf einfacher durchzuführen. Bei Wings over Marl ist das schon immer eine heiss umkämpfte Disziplin. Die Wingsuit-Piloten bleiben zum Teil über 70sek in einem Höhenfenster von 1.000 m wie in den Ergebnissen nachzulesen ist.

Proximity Flying

Proximity Flying ist nichts Geringeres als das Fliegen in der Nähe zu Objekten und ist nach Meinung der Redaktion die Königsdisziplin des Wingsuitfliegens. Es gibt kaum eine Möglichkeit, das Fliegen intensiver zu erleben.

Das Video von allezbase.com zeigt das z.B. bei 7:20 min recht deutlich. Aber Vorsicht: Schon das Anschauen ist nichts für schwache Nerven. Auch wenn man kein BASE Springer sondern ein klassischer Sportspringer ist, gibt es Möglichkeiten, Ähnliches in wesentlich sichereren Grenzen zu erleben.

Nicht jeder Proximitiy Flug muss gleichzeitig ein Base-Sprung sein. Es kann auch vom Flugzeug oder Helikopter gestartet werden. Dadurch wird zumindest der Exit (mit Luftanströmung) wesentlich einfacher, und bei hoffentlich klug gewähltem Absetzpunkt ist auch ein großzügiger Abstand zu Boden und sonstigen Hindernissen gegeben. Außerdem wird es möglich, Objekte zu umfliegen, in deren Nähe sich kein geeigneter Base-Exit befindet.

Andererseits muss nicht jeder Wingsuit-Base-Sprung ein Proximity-Flug sein. Natürlich ist eine Wingsuit einfach auch ein gutes Hilfsmittel, um möglichst viel Abstand zum Objekt zu gewinnen, und dann in sicherer Entfernung zu Öffnen.

Infos zum Objektspringen findet ihr bei www.base-jump.de.