Über mich

Zum Fallschirmspringen kam ich 1996, damals war ich gerade mal 16 Jahre alt. 400 Sprünge später tauchte Jari an meinem Sprungplatz auf und hatte die ersten Wingsuits im Gepäck, die ich jemals gesehen hatte. Das Wetter war mal wieder grau, kalt und regnerisch, und so vertrieben wir die Langeweile mit viel Wingsuit-Flugtheorie. Irgendwann kam doch die Sonne raus und ich konnte meinen ersten Flug zusammen mit Jari machen. Als Jari zu mir hinflog und anfing, im Freifall mit mir zu reden, bin ich vor Schreck fast unstabil geworden ;-) . Meine erste Kombi habe ich mir dann mit einem halben Sommer Packjobs verdient.

Inzwischen habe ich bei etwa 300 aufgehört, meine Wingsuitsprünge zu zählen. Sportlicher Höhepunkt meiner Karriere waren bis jetzt Wingsuit-Formationen mit über 40 Springern, der Gewinn der inoffiziellen deutschen Meisterschaft in Marl und die zweimalige Teilnahme am Artistic Wingsuit Competition mit den “Bad Birds Schweighofen” jeweils als bestes deutsches Team.

Auch sonst ist mein Leben vom Fallschirmspringen geprägt, im Sommer arbeite ich als Sprunglehrer, Fallschirmtechniker und natürlich Wingsuit-Instructor.

Meine Begeisterung fürs Fliegen will gerne an möglichst viele Springer weitergeben. Diese Website ist daher ein Versuch, Informationen zu sammeln, Neuheiten bekannt zu machen und als Anlaufstelle für alle Fragen zum Wingsuitfliegen zu dienen.

Moment, da war doch noch was …
… wer mich näher kennt, wird jetzt anmerken, dass ein Teil der Geschichte noch fehlt, der (leider) mein Leben von einer Sekunde auf die andere maßgeblich geändert hat.
Ende 2012 kollidierte ich bei einem Base-Sprung kurz nach dem Absprung mit der Felswand, ein Ereignis, das in den allermeisten Fällen tödlich endet. Ich überlebte – mit einer schweren Rückenverletzung. Seitdem bin ich ab der Hüfte abwärts inkomplett querschnittgelähmt. Auch wenn die Verletzung mir vorerst meine Gehfähigkeit genommen hat, meine Zuversicht und Lebensfreude sind geblieben, ebenso meine Arbeit als Fallschirmtechniker. Auch in der Luft fühle ich mich wieder zu Hause. Das Foto zeigt mich bei meinem ersten Sprung nach dem Unfall. 15 Sprünge durfte ich in der Saison 2013 erleben, als eine von weltweit nur ca. zehn querschnittgelähmten Solo-Springern. Der letzte wichtige Teil des Comebacks – wieder auf eigenen Beinen stehen und laufen zu können – fehlt noch (Stand 01/2014), ist aber in greifbarer Nähe.

Mehr über mich und mein Buch “Steh auf und flieg!” bei facebook: www.steh-auf-und-flieg.de

Susanne